Olivia Wilde hat mit The Invite einen provokanten Comedy‑Thriller aus einem einzigen Apartment geschaffen, in dem vier Erwachsene in einer einzigen Nacht ihre Beziehungen auf die Probe stellen. Neben Regisseurin und Hauptdarstellerin Wilde teilen sich der US‑Komiker Seth Rogen, der britische Star Edward Norton und die spanische Oscar‑Preisträgerin Penélope Cruz die Bildfläche. Für das deutsche Publikum, das die Premiere im Kino feiert, stellt Cruz dabei das kulturelle Highlight dar: Sie verleiht der Figur Piña – einer unverbindlichen, aber tiefgründigen Freigeist‑Nachbarin – eine Authentizität, die weit über das übliche Hollywood‑Stereotyp hinausgeht.
Entstehungsgeschichte: Von der spanischen Vorlage zum deutschen Kino‑Event
Der Film basiert auf Cesc Gays spanischem Drama The People Upstairs (2020). Während das Original in einem schmalen, aber feinen Ton die Spannungen zwischen zwei Paaren untersuchte, hat Wilde das Konzept für ein internationales Publikum neu verpackt. Die Produktion fand in einem echten San‑Francisco‑Apartment statt, das komplett auf 35 mm-Film gedreht wurde – ein Luxus, den nur wenige moderne Regisseure noch genießen. Wilde erklärte gegenüber Variety, dass sie das Projekt in nur 21 Tagen in chronologischer Reihenfolge drehte, um den Theater‑ähnlichen Fluss zu erhalten.
Die Entscheidung, das Drehbuch für ein deutsch‑amerikanisches Publikum zu adaptieren, fiel nach einem intensiven Casting‑Prozess, bei dem Cruz als einziges nicht‑englischsprachiges Mitglied des Hauptensembles ausgewählt wurde. Ihr Spanisch‑Akzent bleibt erhalten, was dem Film eine zusätzliche Schicht von Authentizität verleiht und das Thema kultureller Überschneidungen stärker betont.
Penélope Cruz: Mehr als nur ein Star‑Gast
Für Cruz war die Rolle der Piña eine Rückkehr zu den komödiantischen Wurzeln, die sie bereits in Filmen wie Vanilla Sky und G-Force gezeigt hatte, jedoch mit einem modernen Twist. In einem Interview mit dem Shields Gazette beschrieb sie die Figur als „eine Frau, die das Leben in vollen Zügen genießt, ohne sich von gesellschaftlichen Normen einengen zu lassen“. Sie betonte, dass Piña nicht einfach{